Tellerröcke – alle ansehen

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Onesize vs. Maßanfertigung

Alles hat seine Vor- und Nachteile und Geschmack liegt auch immer im Auge des Betrachters. Deshalb sei vorweg gestellt: nur wer sich in einer seiner Kleidung wohl fühlt, sieht auch gut darin aus!

Unsere maßangefertigten Röcke entsprechen dem Schnitt eines klassischen Tellerrocks, wie er in den 50er Jahren getragen wurde. Sie ähneln auch sehr der Variante mit dem Flexifix-System, das jeder Frau von Konfektionsgröße S (36) bis XL (48+) passt. Einzig und allein der Bund ist anders gearbeitet. Bei der Onesize-Variante ist dieser etwas breiter und aus einem anderen Material als der Rock gearbeitet. Bündchenstoffe wie heute gab es den 50er Jahren noch nicht. Gerade bei unifarbenen Röcken fällt der Unterschied zwischen Rock und Bund aber kaum auf.

Der Tellerrock: weiterlesen

Der Tellerrock gehört zur 50er Jahre Mode wie der rote Lippenstift zur Rockabella. Kaum ein anderes Kleidungsstück steht so sehr mit Rockabilly in Verbindung, wie die weit schwingenden Stoffbahnen. Gerade die schwingende Form des Tellerrocks macht ihn bei Rock’n’Roll-, Squaredance- und Boogie-Tänzerinnen sehr beliebt. Also Mädels – ‚Rock‘ around the clock ;-).

Die weibliche Figur und der Tellerrock

Der Tellerrock ist ein sehr feminines Kleidungsstück. Er betont die Taille und trägt auch etwas auf. Allerdings ist der fließende Stoff und der weiche Faltenwurf ideal, um kleine Pölsterchen an Hüften und Oberschenkeln zu kaschieren. Auch Frauen mit kleinem Po sind mit einem Tellerrock sehr gut beraten, denn er zaubert wunderbare Rundungen und sorgt für eine tolle Silhouette.


Der Tellerrock als Modeklassiker der 1950er und 1940er

Der Tellerrock hat seine Bezeichnung seiner Form zu verdanken. Auf dem Boden ausgebreitet, ergibt er eine kreisrunde Form. Auch wenn die Trägerin sich schnell dreht, steht der Rock wie eine runde Plattform vom Körper ab. Der Tellerrock (engl. Circle Skirt) gilt als Modeklassiker der 1940er und 1950er Jahre. Während der Rock unten am Saum schnell einen Umfang von 4 Metern und mehr erreichen kann, ist er oben eng geschnitten und wird in der Taille getragen. Die klassische Länge wird als midi bezeichnet, der Rock endet damit zwischen Knie und Wade.


Erschaffen von Christian Dior – getragen von Grace Kelly und Co.

Bodenlange Tellerröcke gab es bereits schon um1890. In den Nachkriegsjahren setzte man den Fokus allerdings mehr auf Kleidungsstücke, die weniger Stoff-verschwenderisch waren. Seine Hochzeit erlebte der Tellerrock durch den Modeschöpfer Christian Dior, der 1947 eine ganze Kollektion diesem Kleidungsstück widmete und damit die Modewelt revolutionierte. So zeigten sich auch bald Audrey Hepburn (in „Ein Herz und eine Krone“), Grace Kelly oder Sophia Loren im Tellerrock.


Tellerrock-Klassiker: Polka Dots

Der später aufkommende Minirock verdrängte den Tellerrock. In den 1980er Jahren erlebten wir eine neue Rockabilly-Welle, die den Tellerrock in der midi-Variante aber auch als Mini-Röckchen mit breiten Gürteln wieder in den Fokus rückte. Größtenteils aus dieser Zeit stammt übrigens das berühmte Punkte-Muster (Polka Dots), das viele mit einem Tellerrock und klassischer Vintage-Mode verbinden.


Tellerrock und Petticoat

Im Alltag wurden Petticoats eher seltener getragen, denn diese waren nicht nur teuer, sondern mit ihren festen Tüllstoffen oder gar Metallreifung sehr steif und unpraktisch. Zum Tanztee hingegen durfte es gern eine Lage mehr sein. Zwar sind die heutigen Petticoats angenehm zu tragen, aber ein Tellerrock darf auch gerne ohne Petticoat ausgeführt werden. Seine schwingende Form behält der Rock auch ohne weitere Tüllagen.


Streitthema Petticoat

Darf oder soll man den Petticoat sehen? Nun, wenn du es von der „true vintage“ Seite betrachtest, ist die klare und entschiedene Antwort: Nein! Denn der Petticoat galt als Unterwäsche und diese öffentlich zur Schau zu stellen, galt als unschicklich. Idealerweise endet der Petticoat wenige Zentimeter unterhalb des Oberrock. Zu kurz darf der Petticoat aber auch nicht sein. Schnell passiert es sonst, dass sich der Stoff vom Tellerrock unter dem Petticoat bricht und so eine unschöne Kante entsteht. Wie bereits erwähnt wurde in der Modewelt der 1980er Jahre der Rockabilly Stil aufgegriffen und neu interpretiert. So trug zum Beispiel Madonna kurze Tellerröcke, die einzig und allein nur aus Tüll bestanden. Damit machte sie den eigentlichen Unterrock zum Hauptkleidungsstück.

Die Modeindustrie hat Petticoats als sichtbares Accessoire längst entdeckt und so gibt es Petticoats mit farbigen oder aufwändig abgesetzten Spitzen, die zum Vorzeigen wie gemacht sind. Und so ist der Anblick von Petticoats, die aus dem Tellerrock wie eine Wolke herausragen, längst Teil der Vintage-Szene. Mode steht eben nie still, entwickelt sich weiter und erfindet sich neu.

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